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Turning a latticed pendant

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(Die deutsche Version dieses Berichtes gibt es unter http://drechsler-wissen.de/drechseln-eines-schmuckanhaengers/

In this capital I will show the turning of an eccentric-lattice floral pendant.  I used the same blanks and equipment as described it the „http://drechsler-wissen.de/step-by-step-instructions-for-turning-a-latticed-pendant/„.  Since I am not willing to describe the method over and over, I recommend that you read this article prior you start.
Of course you might choose your own method of mounting the blank.

Mount the blank and mark the center.

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Divide the blank by six, leaving sections of a 60 degrees angle and mark the sections on the outer edge, for mounting the blank properly.  Apply two screws in the tool rest as stoppers for the cutting tool.
Cut two spheres.  The larger sphere will be set exactly on center.  The smaller sphere will be a next to it on the right side.

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Now move the blank 60 degrees.  To assure accuracy put a mark on the edge of the chuck, which must be matched with the mark of the outer edge of the blank.

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Again cut two spheres, then move for another 60 degrees, etc.

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This image shows how the front of the pedant should look like.

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Mount the blank with the concentric jaws and turn the back of the blank.

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Start from the center and carefully turn off the material until you reach the grooves of the front side.

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When you reach the grooves, the inner part of the center will fall off.  Leave a ring, which is holding the „separated parts“.  Leave a second ring on the outer edge of the pendant.  But make sure that the outer ring will tightly hold the tips of the star.

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This image shows how it should look like.

Mount the back of the pendant with the groove jaws.

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Move the tool rest to the side and turn off the outer ring of the pendant.  Small chunks will be cut off, therefore make sure you wear eye protection.

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Again this is how it should look like.

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The turned pendant

Now the pendant looks straight and flat, which does not really look attractive.

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Sand the back of the star.  Hold the sand paper in a way that it will not catch.

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Now sand down the front.  I use an electronic miniature angle grinder.

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Sand the outer edge of the star down, so that the tips will become thin.

Be very careful.  Make sure the sander will not catch.

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Also sand the inside of the pendant to a round shape.

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The final sanding will be done by hand with fine grit sandpaper

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The final product.

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The design of the pendant depends, where you position the spheres. On the image above I cut the larger sphere off center.

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The result

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The position and width of the ring holding the „separate parts“, will have an influence on the design of the pendant.

I will determine the position of the ring by measuring the front of the pendant with a caliper and mark the position on the back, by using a divider.

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See the results above

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Again, it is of importance that the tips of the star will sit tight on the outer edge.

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Again, the sanding requires careful attention

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Just leaving a smaller ring on the back, will change the design of the pendant.

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Drill a fine hole on the back ring of the pendant, clue in a pin with an eye, attach to a silver lace or a leather lace and place it in a box.

All three pendants were produced by using the same method.  When turning the one to the left, I only cut one ring instead of two.

By changing numbers and position of the spheres and vary the holding ring, you significantly may change the design of the pendant.

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It is not chiseled in stone that the pendant must have six tips.  You may experiment and vary to change the design of the pendant.

 

Anhänger in durchbrochener Technik

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Diese Anleitung gibt es hier auch in englischer Sprache  fahne_englisch

Damit kein falscher Eindruck entsteht, weder die Technik noch der Anhänger selbst sind meine Erfindung. Die Technik ist bestimmt ein paar hundert Jahre alt, den Anhänger habe ich das erste Mal im grünen Forum im April 2005 von „Didi“ gesehen.

Ich habe lediglich versucht, einfache und sichere Spannmöglichkeiten zu entwickeln, mit denen man so einen Anhänger gut drechseln kann, so dass sich die Verluste an Holz und Drechseleisen bei der Herstellung in Grenzen halten.

Der Holzrohling

Grundsätzlich kann man natürlich jedes Holz hernehmen, das sich gut drechseln lässt, die Auswahl der richtigen Holzarten kann allerdings den Aufwand des Nacharbeitens erheblich reduzieren.
Gut geeignet sind möglichst kurzfaserige Hölzer oder Maserhölzer.
Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Zwetschge, Birnbaum, Apfelbaum, Olive, Buchsbaum, Cocobolo, Palisander, Flieder, Grenadill, Finnische Maserbirke, und Rosenholz .
Am besten fand ich bisher Brown Mallee, da geht der Nacharbeitsaufwand fast gegen Null.
Dies ist natürlich keine erschöpfende Aufstellung.
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Natürlich kann man den Holzrohling auch drechseln, ich nehme eine passende Lochsäge, bei der ich den Bohrer abgesägt habe. Ich spanne ein 5 cm Brettchen, ca. 10 mm dick, fest in die Ständerbohrmaschine und säge dann die Rohlinge einfach aus.
Wichtig ist, die Säge so zu positionieren, dass das Sägeblatt mindestens an einer Stelle zur Hälfte ins Freie sägt. Damit wird der Rohling immer noch rund, aber es werden bei jeder Umdrehung die Späne ausgeworfen, und die Säge wird nicht nur heiß, sondern macht auch einen sauberen Schnitt.

Spannen des Rohlings

Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, den Holzrohling zu spannen, z.B. mit Heißkleber oder mit einem aus Holz gedrechselten Spannfutter. Diese Methoden sind nicht besonders sicher und kosten teilweise auch sehr viel Zeit. Nachdem ich mehrere Holzrohlinge und vor allem Einstecheisen bei der Arbeit zerstört hatte, habe ich mir das Spannen vereinfacht, indem ich mir 3 Spannbackensätze aus Aluminium gefertigt habe.

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Der erste Satz spannt einen 48 mm – Rohling 4 mm tief und 15 mm außermittig, um damit die exzentrischen Ringe einstechen zu können.

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Der zweite Satz, hier für das Mini-Futter von Jet, spannt den Rohling zentrisch.

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Die „Rillen-Backen“ spannen den Anhänger von hinten in den zentrischen Rillen, so dass er vorne und außen bearbeitet werden kann.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Drechseleisen

Als Werkzeug für fast alle Arbeiten in durchbrochener Technik dient mir ein Stück Rundstahl mit Griff, in den ich vorne mittels einer Madenschraube einen 4 mm Drehling festspanne.
Der vordere Teil ist auf ca. 1,5 – 2 mm Breite abgeschliffen, und mit einer Schneide versehen.
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Wichtig ist, dass der Querschnitt dieses Eisens so gestaltet ist, dass er auch mit der Unterkante in die zu drehenden Ringe hinein passt, d.h. er muß nach unten konisch bzw.  rund auslaufen.
Der rote Kreis auf dem Bild symbolisiert die zu drechselnden Ringe.
Maßstab ist hier natürlich der kleinste zu drechselnde Ring.
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Andernfalls fängt der 4 mm – Stahl sehr schnell zu vibrieren an, was die Vorstufe für einen zerlegten Holzanhänger oder aber ein abgebrochenes Drechseleisen ist.
Da man dies aber ohnehin nie ausschließen kann  –  Schutzbrille, ganz wichtig.
Und dann dient die Auflage noch als Anschlag, damit auf der excentrischen Seite gleichtiefe Rillen gedrechselt werden können.

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Die Vorderseite

Der Rohling wird in das exzentrische Futter gespannt. Dabei sollte auf die querliegende Maserung geachtet werden.
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Mit einem Stift wird der mittlere, kleine Ring angezeichnet.
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Danach kann auch die Höhe der Handauflage genau positioniert werden.

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Das Werkzeug soll so weit aus der Halterung ragen, dass die Einstiche ca. 4 mm tief werden, wenn die Halterung an der Handauflage als Anschlag benützt wird.

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Jetzt kann endlich damit begonnen werden, die Einstiche zu drechseln.
Die linke Hand sollte an der Auflage anliegen, um ein gleichmäßiges Einstechen zu gewährleisten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERASo sieht die fertige Vorderseite aus.

An den mehr oder weniger vielen Fransen, die am Rand der Rillen weghängen, kann man erkennen, wie gut das Holz für diese Arbeit geeignet ist, oder aber wie gut der Drehstahl geschnitten hat. Es ist in jedem Fall sinnvoll, vor dem Einstechen das Eisen noch mal kurz nachzuschleifen, das erspart am Schluß viel Säuberungsarbeit.

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Die Rückseite

Nun wird der Anhänger zentrisch gespannt und auf ca. 5 – 6 mm Dicke leicht rund heruntergedrechselt.
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Danach wieder die Vierkant-Auflage, und die zentrischen Rillen, von außen beginnend, einstechen.

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An diesem aufgeschnittenen Anhänger sieht man deutlich, dass es sehr wichtig ist, den ersten, äußeren Ring, auf dem Bild unten rechts, nur so tief einzustechen, wie unbedingt notwendig.
Da die Vorderseite später abgerundet wird, ist dies die dünnste Stelle des Anhängers. Ein zu tiefer Einstich hier würde ihn beim Schleifen zerstören.

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Bei den anderen Einstichen ist mehr Platz vorhanden, es braucht also, zumindest was die Einstichtiefe betrifft, nicht so genau gearbeitet werden.

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Nun wird diese Seite gleich geschliffen . . .

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. . .mit einem gefalteten Schleifpapier auch die Rillen innen.

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Etwas Schleifvließ besorgt den Endschliff und rundet die Kanten ab.

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Nochmal vorne

Nun wird der Rohling mit den Rillenbacken, bitte vorsichtig und mit Gefühl, gespannt.

Auf keinen Fall spreizend spannen, da die Backen durch das bauartbedingte Spiel bei steigender Geschwindigkeit immer mehr Druck nach außen entwickeln, und den sehr filigranen Anhänger dadurch leicht zerstören können.

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Diese Ansicht zeigt, dass die Backen die Tiefe der zentrischen Rillen als Anschlag benutzen, damit die Holzscheibe sauber gespannt wird.

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Nun wird die Vorderseite mit 120er Papier etwas rund geschliffen.
Grundsätzlich könnte man das auch drechseln, dabei brechen die Rillenkanten außen je nach Holzart aber sehr leicht ein.

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Dann wird vorne und außen mit der Hand noch mal fein drüber geschliffen.

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Die Rillen innen und deren Kanten werden bei stehender Drechselbank noch nachgeschliffen.

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Putzen und Ölen

Je nach Holzart und Schärfe des Eisens müssen nun innen die Späne entfernt werden.
Ich benutze dazu ein speziell geschliffenes Schnitzwerkzeug.
Danach öle ich den Schmuckanhänger mit Holzöl ein.

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Die Aufhängung

Als Aufhängung nehme ich normalerweise eine dünne Lederschnur in schwarz oder naturfarben.
Nachdem das Drechseln des Schmuckanhängers ja nicht gerade mit wenig Aufwand verbunden ist, sollte man bei dieser Schnur lieber 20 Cent mehr ausgeben, und eine schöne, geschmeidige Schnur nehmen, die durch das Gewicht des Anhängers auch glatt gezogen wird.

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Und mit passendem Etui kann man ihn gut als kleines Geschenk verwenden.

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Variationen

Den Schmuckanhänger kann man natürlich auch kleiner fertigen und mit einem Silberkettchen versehen. In diesem Fall ist auch die Mitte verschoben.
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Als Ohrringe in Veilchenholz oder Flieder, hier in 28 mm Größe.

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Dieser Anhängers ist mit den selben Spannbacken gedrechselt, die Fertigung ist in der Sommerausgabe 2009 des Drechselmagazins noch mal näher beschrieben.

oder hier auf dieser Seite: http://drechsler-wissen.de/drechseln-eines-schmuckanhaengers/