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Aus meiner Metallwerkstatt – Teelichtbacken

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In den letzten Tagen habe ich mal wieder eine Kleinserie Spannbacken gefertigt, hier Teelichtbacken. Sie spannen spreizend genau in der Größe der Glaseinsätze, die aus Sicherheitsgründen für Teelichter aller Art auf jeden Fall verwendet werden sollten. Ich verwende dazu Aluminium, im Normalfall 85er Material.

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Zuerst werden Scheiben von 45 mm Länge abgesägt.

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Dann auf allen Seiten plandrehen.

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In der Mitte ein 8er Loch.

Auch für das Bohren in Aluminium ist die Verwendung von Kühlflüssigkeit sinnvoll.

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Auf der Unterseite werden nun zwei Einstiche für den Zentrierring angedreht.

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Abgesehen von den Löchern für die Schrauben ist das das Einzige, was wirklich genau sein sollte.

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So sieht der fertige Zentrierring aus.

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Nun drehe ich die Vorderseite grob vor.

Zum Einen dreht es sich besser, wenn noch keine Löcher gebohrt sind, zum Anderen reduziert sich dadurch der Aufwand beim Bohren.

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Auf der Koordinatenbohrmaschine werden nun die Löcher für die Schrauben gebohrt. Ein speziell dazu angepaßter Rundtisch mit Viererteilung erleichtert diese Arbeit erheblich.

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Nun wird die Vorderseite fertig gedreht.

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Mit einem speziellen Alu-Sägeblatt wird der Rohling nun auf der Kreissäge in vier gleiche Teile zerschnitten. Dazu verwende ich eine Halterung, auf die das Drehteil zum Sägen feststgeschraubt wird.

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So sieht das dann aus.

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Mit Schlagzahlen werden die vier Teile in der richtigen Reihenfolge numeriert.

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Auf dem Tellerschleifer werden Kanten gebrochen und der Grat entfernt.

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Mit der Vließrolle werden noch mal alle Kanten und Ecken entschärft.

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In einer passenden Schachtel werden die Backen gut verpackt.

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Noch ein Satz Schrauben dazu, ein Aufkleber, und fertig ist die Kleinserie Teelichtbacken.

Ohrringe + neue Spannmöglichkeiten

ich habe mal wieder Ohrringe in durchbrochener Technik gedrechselt. Hier in Rosenholz und Grenadill.

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Damits nicht so langweilig wird, habe ich dazu meine Spannbacken in zweiter Generation als Direktspannzangen für MK2 weiterentwickelt.
Damit brauchts kein Futter mehr, und das Spannen geht natürlich viel genauer. Außerdem sind diese Zangen wesentlich leichter herzustellen als Backen für Spannfutter.

Salz- / Pfefferstreuer, Schritt für Schritt

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Zum Drechseln eines Streuers für Salz bzw. Pfeffer schneide ich mir Kantel von 47 x 47 mm, 62 mm lang und spanne sie in die Drechselbank.

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Mit einem 25er Forstnerbohrer bohre ich ein Loch, ca. 45 mm tief.
Die Holzscheibe auf dem Bohrerschaft dient als Anschlag, damit die Bohrung nicht zu tief wird.

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Für die letzen Millimeter nehme ich einen Bohrer, bei dem die Spitze abgeschiffen ist, und dessen Schneiden etwas konisch zusammen laufen.

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Damit bohre ich bis zum Anschlag durch das Bohrfutter, das ergibt ein Loch von 52 mm Tiefe.
Wichtig ist, daß der Boden der Bohrung dick genug bleibt, damit der Bohrer das Stirnholz nicht etwa aus dem Kantel herausdrückt.

In meinem Fall bleiben also 10 mm Material stehen.

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Mit der Röhre drechsle ich einen kleinen Rand, ca 3 mm tief,

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… und mit der Meißelspitze eine ca. 6 – 7 mm tiefe Schräge in das Loch.

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Die Dichtlippe des Gummistopfens soll diesen in dem Konus halten.

Die 25er Gummikappe ist das einzige Zukaufteil für den Streuer.

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Damit ist der Salzstreuer unten fertig.

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Als Träger zum Drechseln nehme ich eine 25er Alu-Aufnahme.

Das kann man sich natürlich auch aus Holz drechseln.

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Die Körnerspitze dagegen, so kann das Teil sauber außen bearbeitet werden.

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Nun erst mal rund machen.

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An der Reitstockseite 5 mm wegdrechseln, damit bleiben ca. 5 mm Material für die Löcher des Streuers stehen.

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Nun die Außenform.

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Am Schluß nehme ich die Spitze weg, die Halterung durch den 25er Dorn genügt, um die Oberseite fertig zu drechseln.

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Nun das Ganze noch etwas schleifen,

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am Schluß mit Schleifvließ,

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und einwachsen.

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Fertig, bis auf die Löcher.

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6 Löcher (1,5 mm) werden mit der Minibohrmaschine gebohrt.

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Hier nochmal die Vorrichtung im Überblick.

Der Bohrständer der Minibohrmaschine sitzt in einem 30er Dorn, und der im Handauflagenunterteil.

Eine Teileinrichtung brauchts natürlich auch dazu.

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Zum Schluß noch das zentrale Loch, ganz normal mit dem Reitstock gebohrt.

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Mehrere dieser Streuer habe ich seit einiger Zeit im Gebauch, funktioniert super, verstopft nicht, und die Variante in Nur-Holz gefällt mir wesentlich besser, als ein Blechaufsatz mit Löchern.

Und nun viel Spaß beim Nachbauen.

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