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Mandrel für Pfeffermühlen

Seit einiger Zeit fertige ich Mandrels für Pfeffermühlen, die zu den Mahlwerken von Crush Grind passen.

Hier ist nun schon öfter die Frage aufgetaucht, warum die linke Aufnahme nicht 42 mm, sondern 43 mm groß ist.

Es ist mir natürlich bekannt, daß einige Händler bei ihren Bauanleitungen hier eine 42er-Bohrung angeben, ich habe mich aber ganz einfach an die Skizze des Herstellers gehalten, und die empfiehlt eine Bohrung von 43 mm.

Hier ein Auszug aus der Originalskizze mit freundlicher Genehmigung der Fa. Crush Grind.

Diese Zeichnung geht von 43 mm aus, oder eben maximal einem halben Millimeter weniger.

Gehalten wird das Mahlwerk durch die beiden Haken, die in die 42,5mm-Nut mit 5 mm Tiefe einrasten. Gegen ein Verdrehen schützen die senkrechten Stege am Mahlwerkskörper in der 38er Bohrung.

Das bedeutet, daß die 43er Bohrung am unteren Ende des Mühlenkörpers keinerlei Haltefunktion hat, sie verdeckt lediglich das Mahlwerk.

In der Praxis hat sich bei mir gezeigt, daß das untere Maß am Mahlwerk an einigen Stellen deutlich über 42 mm groß ist, und es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, diesen ohnehin schwächsten Teil des Holzquerschnittes durch ein Einpressen in eine 42er Bohrung auf Dauer spreizend zu belasten.

… und hier ist die zugehörige Anleitung:
http://drechsler-wissen.de/pfeffermuehle-schritt-fuer-schritt/

Salz- / Pfefferstreuer, Schritt für Schritt

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Zum Drechseln eines Streuers für Salz bzw. Pfeffer schneide ich mir Kantel von 47 x 47 mm, 62 mm lang und spanne sie in die Drechselbank.

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Mit einem 25er Forstnerbohrer bohre ich ein Loch, ca. 45 mm tief.
Die Holzscheibe auf dem Bohrerschaft dient als Anschlag, damit die Bohrung nicht zu tief wird.

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Für die letzen Millimeter nehme ich einen Bohrer, bei dem die Spitze abgeschiffen ist, und dessen Schneiden etwas konisch zusammen laufen.

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Damit bohre ich bis zum Anschlag durch das Bohrfutter, das ergibt ein Loch von 52 mm Tiefe.
Wichtig ist, daß der Boden der Bohrung dick genug bleibt, damit der Bohrer das Stirnholz nicht etwa aus dem Kantel herausdrückt.

In meinem Fall bleiben also 10 mm Material stehen.

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Mit der Röhre drechsle ich einen kleinen Rand, ca 3 mm tief,

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… und mit der Meißelspitze eine ca. 6 – 7 mm tiefe Schräge in das Loch.

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Die Dichtlippe des Gummistopfens soll diesen in dem Konus halten.

Die 25er Gummikappe ist das einzige Zukaufteil für den Streuer.

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Damit ist der Salzstreuer unten fertig.

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Als Träger zum Drechseln nehme ich eine 25er Alu-Aufnahme.

Das kann man sich natürlich auch aus Holz drechseln.

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Die Körnerspitze dagegen, so kann das Teil sauber außen bearbeitet werden.

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Nun erst mal rund machen.

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An der Reitstockseite 5 mm wegdrechseln, damit bleiben ca. 5 mm Material für die Löcher des Streuers stehen.

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Nun die Außenform.

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Am Schluß nehme ich die Spitze weg, die Halterung durch den 25er Dorn genügt, um die Oberseite fertig zu drechseln.

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Nun das Ganze noch etwas schleifen,

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am Schluß mit Schleifvließ,

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und einwachsen.

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Fertig, bis auf die Löcher.

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6 Löcher (1,5 mm) werden mit der Minibohrmaschine gebohrt.

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Hier nochmal die Vorrichtung im Überblick.

Der Bohrständer der Minibohrmaschine sitzt in einem 30er Dorn, und der im Handauflagenunterteil.

Eine Teileinrichtung brauchts natürlich auch dazu.

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Zum Schluß noch das zentrale Loch, ganz normal mit dem Reitstock gebohrt.

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Mehrere dieser Streuer habe ich seit einiger Zeit im Gebauch, funktioniert super, verstopft nicht, und die Variante in Nur-Holz gefällt mir wesentlich besser, als ein Blechaufsatz mit Löchern.

Und nun viel Spaß beim Nachbauen.

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