Ein Löffel, Schritt für Schritt

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Da ich mich ohnehin gerade mit dem Drechseln von Kugeln beschäftige, hier eine weitere  Anwendungsmöglichkeit, ein Löffel.  In diesem Fall, mit 40 mm Durchmesser, ist er gerade groß genug, um das Kaffeepulver für eine Tasse abzumessen.

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Wir drechseln also ein Holzkantel auf diese 40 mm.

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Da die Ausgangsform eine Kugel sein soll, markieren wir diese 40 mm mit dem Zirkel,

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und drechseln eine möglichst runde Kugel.

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Für die weitere Bearbeitung verwende ich eine Hohlform aus Holz als Gegenlager, und drechsle den Löffelstiel fertig.

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Vor dem Einspannen des Kugelteiles messe ich nochmal genau den Durchmesser, wir brauchen ihn nachher.

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Für diese Art von Löffeln habe ich mir eine passende Spannzange gefertigt, die das Teil sicher hält. Normalerweise nimmt man dafür ein gedrechseltes Holzspundfutter her, das seinen Dienst natürlich genauso tut.

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Nun stelle ich den Bohranschlag auf den Kugeldurchmesser minus 2,5 mm ein und bohre damit ein großes Loch genau bis auf den Boden des Löffels.

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Dem Stiel sollte für den Rest der Arbeit nichts mehr im Wege stehen, andernfalls fangen wir wieder von Vorne an.

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Mit einem kleinen Schaber drechsle ich nun die Innenkugel heraus. Ich orientiere mit dabei an dem Boden des Loches, der Rest ist Gefühlssache.

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Für das Ausschleifen nehme ich Klett-Schleifpapier, das ich mit einem runden Holzstück halte. Hierzu den Finger zu nehmen, halte ich für etwas sehr gewagt.

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So oder so ähnlich sollte der fertige Löffel dann aussehen.

Im anschließenden Video zeige ich den gesamten Fertigungsprozeß noch mal im Zusammenhang.

 

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Gewürzschaufeln, Schritt für Schritt

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In diesem Beitrag geht es darum, kleine Gewürzschaufeln zu drechslen. Bevor ein Video den Vorgang im Zusammenhang zeigt, möchte ich die einzelnen Schritte kurz erläutern, damit am Ende hoffentlich keine Fragen mehr offen bleiben.

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Ich beginne mit einem Kantel, hier Birnbaum, mit ca. 25 x 25 mm Querschnitt, und drechsle es rund.

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Nun bohre ich ein 18 mm Loch, ca. 40 mm tief in die Stirnseite. Die Schneiden des Bohrers habe ich dazu rund zugeschliffen.

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Die Innenseite des Loches schleife ich aus, zuerst mit Schleifpapier, dann mir Schleifvließ, danach wachse ich sie ein.

Da ich eine große Abneigung davor habe, Schleifpapier in sich drehende Öffnungen mit dem Finger hineinzuhalten, verwende ich als Halter ein rundes Holz, das mit Klettbelag beklebt ist. Die „Finger-Variante“ sieht man leider sehr häufig, und das nicht nur von Anfängern.

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Mit einem leicht konischen Gegenlager aus Holz im Reitstock wird das Werkstück für die weitere Bearbeitung sicher abgestützt.

Nun markiere ich die Tiefe der Bohrung,

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… und drechsle die Außenform der Schaufel, schleife sie etwas und wachse sie ein.

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Auf einem kleinen Tellerschleifer bekommt sie dann ihre endgültige Form.

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Stiellänge und Größe der Schaufel kann man natürlich variieren, je nach Verwendungszweck.

Das Video zeigt nun den ganzen Vorgang im Zusammenhang:

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