Archiv der Kategorie: Werkzeug

Hinweise für den Gebrauch der Tellerfedern an Körnerspitzen

Beim Arbeiten mit den Tellerfedern ist unbedingt darauf zu achten, daß sie wie auf dem Bild gezeigt, angeordnet werden. Es muß gewährleistet sein, daß die erste Feder, (im Bild die linke Feder), nur am inneren Ring des Lagers anliegt, und sich damit ungehindert mit der Körnerspitze drehen kann.
Wird die erste Feder anders herum angeordnet, liegt sie damit an der Abdeckung des Lagers an, durch die Reibung entsteht beim Gebrauch Hitze, und das Lager kann zerstört werden.

Für selbstgefertigte Einsätze aus Holz ist immer darauf zu achten, daß ein kleiner Absatz, wie auf dem Bild gezeigt, angedrechselt wird, damit auch diese Einsätze nur am inneren Ring des Kugellagers anliegen.

Körnerspitzen, Set

Für die kugelgelagerte Halterung, die ich z.B. zum Drechseln von Kugeln verwende, habe ich ein kleines Set an Einsätzen zusammengestellt.

Es besteht aus einer einfachen Körnerspitze, einer Spitze mit Stützring, und einer kleinen, 38 mm Planscheibe, alles mit passender 10 mm – Aufnahme.

Für das Herstellen von speziellen Einsätzen aus Holz sind 4 Trägerstifte mit dazu gepackt.

Hier einige Beispiele:

Wenn Sie solche Einsätze selbst drechseln, achten Sie bitte unbedingt darauf, daß sie auf der Rückseite ein paar Millimeter frei gedrechselt sind, damit sie nur am inneren Kugellagerring anliegen.

Andernfalls können die Kugellager durch die entstehende Reibungshitze beschädigt werden.

Nicht nur beim Schleifen von Kugeln, sondern auch in vielen anderen Fällen, hat es sich sehr bewährt, die Körnerspitze bzw. den Einsatz etwas abzufedern.

Zu diesem Zweck sind 4 Paare von Tellerfedern beigelegt.

Sie werden einfach, wie hier gezeigt, auf die 10 mm – Welle des Einsatzes geschoben, und federn diesen max. ca. 4,5 mm ab.

Auch hier ist es wichtig, die Federn so anzuordnen, daß sie nur am inneren Kugellagerring anliegen.

siehe auch werkzeug-angebote

Handauflagenverlängerung für die VB36

Eine kleine Serie meiner Handauflagenverlängerung für die VB ist nun fertig.

Sie wird unmittelbar auf den 60 mm- Aufsatz des Balkens aufgesetzt und mit zwei Hebeln arretiert, und kann eine Handauflage mit 40er Dorn sicher halten.

Mit Hilfe der Verlängerung können wesentlich größere Objekte gedrechselt werden, als es die Spitzenhöhe bis zum Balken eigentlich zulässt (hier eine Schale mit 110 cm Durchmesser, die ich mit dem Prototyp der Verlängerung gedrechselt habe).

Die Verlängerung gibt es in drei Größen, 120 mm, 200 mm, und 300 mm, wobei sich dieses Maß auf das Mittelteil zwischen den beiden Rohren bezieht.
Die effektive Verlängerung ist also jeweils um 70 mm größer.

Hier noch einige Bilder :

Die 200 mm Version

300 mm Verlängerung.

 

Mandrel für Pfeffermühlen

Seit einiger Zeit fertige ich Mandrels für Pfeffermühlen, die zu den Mahlwerken von Crush Grind passen.

Hier ist nun schon öfter die Frage aufgetaucht, warum die linke Aufnahme nicht 42 mm, sondern 43 mm groß ist.

Es ist mir natürlich bekannt, daß einige Händler bei ihren Bauanleitungen hier eine 42er-Bohrung angeben, ich habe mich aber ganz einfach an die Skizze des Herstellers gehalten, und die empfiehlt eine Bohrung von 43 mm.

Hier ein Auszug aus der Originalskizze mit freundlicher Genehmigung der Fa. Crush Grind.

Diese Zeichnung geht von 43 mm aus, oder eben maximal einem halben Millimeter weniger.

Gehalten wird das Mahlwerk durch die beiden Haken, die in die 42,5mm-Nut mit 5 mm Tiefe einrasten. Gegen ein Verdrehen schützen die senkrechten Stege am Mahlwerkskörper in der 38er Bohrung.

Das bedeutet, daß die 43er Bohrung am unteren Ende des Mühlenkörpers keinerlei Haltefunktion hat, sie verdeckt lediglich das Mahlwerk.

In der Praxis hat sich bei mir gezeigt, daß das untere Maß am Mahlwerk an einigen Stellen deutlich über 42 mm groß ist, und es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, diesen ohnehin schwächsten Teil des Holzquerschnittes durch ein Einpressen in eine 42er Bohrung auf Dauer spreizend zu belasten.

… und hier ist die zugehörige Anleitung:
http://drechsler-wissen.de/pfeffermuehle-schritt-fuer-schritt/

Zuwachs in der Spannzangenfamilie

Jetzt ist die Grundversion meines Spannzangenfutters komplett

Anzugsgewinde gibt es inzwischen für:

Midi – Drechselbank, Killinger 1400 bzw. 1450/1500, Jet 1221 VS, Vicmarc VL300.
Jet 1210 und 1220 auf Anfrage.

Spannring 45 mm mit M33-Gewinde, Spannzangen 24, 26, 28 und 30 mm.
Spannring 60 mm,mit M33-Gewinde, Spannzangen 35, 40 und 45 mm, jeweils als Schwalbenschwanzbacken, also nach innen konisch, gefertigt.

Dazu noch der passende Hakenschlüssel.

Einzelpreise bitte unter Werkzeugangebote


Anmerkung: die Spannzangen nutzen den Morsekonus mk2 im Spindelgewinde, und sind für den kurzen Konus gefertigt, der in den meisten Drechselbänken verbaut ist, dessen Teile in Fernost produziert werden. Das bedeutet aber, daß diese Spannzangen nicht in den Normkonus passen.

Mein kleines Spannzangenfutter

Hier möchte ich mein neu entwickeltes Drechsler-Spannfutter vorstellen, das ich (vorerst) speziell für meine kleine Midi-Drechselbank entwickelt habe. In dem einen oder anderen Video von mir ist es ja schon in Aktion zu sehen.

Es vereint die Vorzüge eines Vierbacken-Drechslerfutters mit denen eines Spundfutters.

Der Futterkörper ist klein, in diesem Fall hat er 45 mm Durchmesser, und keinerlei Kanten, an denen man sich verletzen könnte.

Ein Anzugsgewinde zieht die Spannzange in den konischen Futterkörper und spannt dadurch den Holzrohling sicher.

Das Futter besteht aus dem Anzugsgewinde, das speziell für die Midi-Drechselbank paßt, einem M33-Ring, der vorne innen konisch ist, und einer Spannzange, in diesem Fall für einen 30 mm Zapfen.

Mit einem 45er Hakenschlüssel kann das Futter leicht festgeschraubt und wieder von der Welle gelöst werden.

Und hier eine Auswahl von Spannzangen für die unterschiedlichsten Anwendungen, darunter normale Schwalbenschwanzbacken in verschiedenen Größen, Spannzangen für Ohrringe, Knöpfe, Kreisel und andere Kleinigkeiten.