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Drehbarer Griff für Handrad

Nicht nur mich stört es manchmal, daß der Griff an Minis oder Midis sehr klein und nicht drehbar ist.

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Sowas kann man zwar kaufen, das Problem ist allerdings das Zollgewinde für den feststehenden Griff im Handrad. Deshalb habe ich mir eine einfache und kostengünstige Lösung überlegt.

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also: Griff herausschrauben,

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… 5 mm bohren und ein 6er Gewinde reinschneiden,

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… eine 6er Inbusschraube mit Beilagscheibe besorgen und einen Griff drechseln.

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Der Schraubenkopf mit Beilagscheibe sollte natürlich in der Kurbel verschwinden, und die Restlänge des Griffs so kurz machen, daß er sich noch frei drehen kann.

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Und schon haben wir einen drehbaren Griff am Handrad, der sogar noch etwas größer ist, als das Original.

 

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Meine (fast) staubfreie Werkstatt

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Wie viele Drechsler habe ich zur Staubminimierung in meiner Werkstatt auch einen Raumluftfilter.
Zur optimalen Filterung und Luftumwälzung empfehlen die Hersteller dazu gerne die Deckenmontage.

Wie funktioniert das?

Nun, der Staub, der beim Drechseln entsteht, wird mit Hilfe der Funktion „Luftumwälzung“ ersteinmal soweit im Raum gleichmäßig verteilt, bis er den Luftfilter überhaupt erreicht. Durch die optimale Verteilung wird nicht nur die Nase des Drechslers, sondern auch jeder noch so entfernte Winkel in dem Raum gut mit Partikeln versorgt. Erst jetzt kann der Filterungsprozeß überhaupt richtig beginnen. Es wird durch das Gerät also das verdünnte Luft-Staub-Gemisch gefiltert, die dadurch entstandene „saubere“ Luft danach aber sofort wieder gut in der Restbrühe verteilt.

Zugegeben! Durch die permanente Filterung sinkt der Staubgehalt der Luft mit der Zeit ab, sofern kein Nachschub produziert wird, aber richtig gefallen hat mir das eigentlich nie.


Meine Werkstatt besteht nicht nur aus einem Raum, sondern aus mehreren kleinen. In einem davon steht meine Drechselbank. Direkt dahinter habe ich den Raumluftfilter in ein passendes Loch in der Wand positioniert. Beim Drechseln, oder wenn ich auf andere Weise an der Drechselbank Staub produziere, läuft der Filter grundsätzlich auf kleinster Stufe mit.
Der Geräuschpegel ist ok, und da ich alleine  bin, stört es im angrenzenden Raum auch niemanden, wenn die Luft dort in Bewegung ist.

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So sieht die andere Seite der Wand dann nebenan aus.

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Der beim Drechseln entstehende Staub wird nun durch den stetigen Luftzug ohne Umweg direkt vom Filter abgesaugt, der Nebenraum bekommt nur gereinigte Luft, die natürlich durch die offene Tür wieder zurückfließt. Der entstehende Zug ist einerseits so gering, daß er nicht stört, aber doch so groß, daß Luft den Raum nur durch den Filter verlassen kann.

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Unter dem Raumluftfilter habe ich noch eine zweite Absaugung, die ich aber nur bei Bedarf, also vor Allem beim Schleifen, verwende.

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Über einen flexiblen Schlauch wird der Staub eine Etage nach oben gesaugt,

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… wo eine umgebaute Uralt-Absaugung den Weitertransport ins Freie übernimmt.

Anhand des folgenden Videos kann man sehr gut erkennen, wie die Absaugung mittels Raumluftfilter wirkt.

Ich habe für den Test trockenes Buchenholz verwendet, und den Meißel nicht extra neu geschliffen.
Man kann vor dem schwarzen Hintergrund sehr gut erkennen, wie der Staub nach rechts in die Absaugung zieht, und innerhalb von Sekunden verschwunden ist.

Im Vergleich zu früher muß ich den Filter jetzt wesentlich häufiger sauber machen, was aber natürlich ein Beleg für die gute Reinigungswirkung ist.

Die Kombination der beiden Absaugungen sorgt für eine nahezu staubfreie Drechselwerkstatt.

Teileinrichtung für die WEMA

Nachdem ich eine Feststellmöglichkeit der Spindel und eine Teileinrichtung seit Jahren an meiner WEMA (Steinert) vermisse, habe ich nun eine hingebaut.
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Dazu habe ich ein 8er Gewinde oben in die Stahlscheibe an der Spindel geschnitten,

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und eine handelsübliche Kurbel mit federndem Griff drangeschraubt, und zusätzlich eine Scheibe mit 12 Löchern auf die Spindel gesetzt.

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Die Spindel kann nun direkt mit der Scheibe arretiert werden,

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aber auch am Spannfutter selber, falls es dafür vorgesehen ist.

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Bei nichtgebrauch wird die Kurbel nach hinten weggeschwenkt, oder abgeschraubt.